Mein Heimatdorf

Günter Junge

 

Da liegt vor mir ein kleines Dorf
inmitten weiter Felder.
Und von nahen Bergeshöh'n
da grüßen dunkle Wälder.

Ein Flüsschen sucht sich seinen Lauf
schlängelnd durch die Auen.
Wenn ich am Waldrand oben steh',
möcht' ich nur immer schauen.

Wenn du mich fragst, wie es denn heißt,
sag ich, es heißt Uthleben.
Man kann in diesem kleinen Ort
nun endlich glücklich leben.

Der letzte Krieg ist längst vorbei.
Die nahe Grenze, sie entschwand.
Die Menschen sind jetzt wieder frei,
und offen liegt das weite Land.

Seit mehr als tausend Jahren schon
hat hier der Mensch geschaffen 
in harter Arbeit, schwerer Fron
mal friedlich, mal mit Waffen.

Viel Neues ist jetzt im Entsteh'n.
Das Alte langsam schwindet.
So manches schöne neue Haus
vom Fleiß der Bürger kündet.

Drum lasst uns alle Sorge tragen,
dass dieses stille, friedlich Bild,
das ich schon kenn' aus Kindertagen,
uns lange noch erscheinen will.

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